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Aus der „kleinen-Nein-Tonne“ wurde die „große-Nein-Tonne“

Im Jahresplan hatten wir das theaterpädagogische Stück „Die kleine Nein-Tonne“ angekündigt. Am 8. März konnten die Eltern das Stück vorab sehen und aktiv miterleben. Schon zu Beginn des Stückes wurde deutlich, dass es sich hier nicht um die „kleine Nein-Tonne“ handelt, sondern um eine ganz große. Wichtige Themen im kindlichen Alltag werden spielerisch durch zwei Darsteller der Theaterpädagogischen Werstatt Osnabrück aufgenommen. Gemeinsamer Nenner sind die Gefühle der Kinder. Die Kinder gehen auf Entdeckungsreise und werden sich ihrer selbst bewusst, ihrer Zuneigung und Abneigung, ihrer „Ja-Gefühle“ und ihrer „Nein-Gefühle“. Wann darf ich „Nein“ sagen und wann ist es auch wichtig, dass Regeln eingehalten werden? Die Kinder werden ermutigt dann „Nein“ zu sagen, wenn ihre persönlichen Grenzen überschritten werden. Ob es die Mut-Probe ist, zu der jemand angestiftet werden soll, das Geheimnis, das einem blöde Bauchschmerzen bereitet oder auch das mulmige Gefühl, von Fremden angesprochen zu werden. Mit dem Spruch „ Fege, fege lieber Wind, in die Tonne, was uns Nein-Gefühle macht geschwind!“ füllen die negativen Themen schnell die Nein-Tonne. Aber im Stück erleben die beiden Kinder auch, wie wichtig es ist, Regeln zu beachten. Wie gehe ich mit Themen um, die mir zwar keinen Spaß machen, zu denen ich auch gerne „Nein“ sagen würde, die aber wichtig sind. Ob es das Zähneputzen ist oder das Pünktlichsein.  Als Förderverein sind wir froh, dass die Schule das Projekt in den Lehrplan aufgenommen hat und als Schule dankbar, dass der Förderverein durch seine finanzielle Unterstützung die Durchführung des Projekts an unserer Schule ermöglicht hat. Die Kinder können am 14. März das Stück erleben, im Anschluss haben sie die Möglichkeit, den Schauspielern Fragen zu stellen und eigene Beispiele einzubringen. So wird das Thema direkt im Anschluss von den Darstellern mit den Kindern nachbereitet, aber auch später im Unterricht situativ nachbereitet. Mit der „großen Nein-Tonne“ hat uns die theaterpädagogische Werkstatt „Lust“ auf mehr gemacht. Für Kinder der dritten- und vierten Klasse gibt es das Stück „Mein Körper gehört mir“. Einhellig konnte man aus der anwesenden Elternschaft hören, dass man sich auch auf dieses Stück schon sehr freut. Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite der theaterpädagogischen Werkstatt „www.tpw-osnabrueck.de“. Hier stehen auch weitere Infomaterialien sowie der Liedtext zum Begleitstück als Notenblatt zur Verfügung. Schön, wenn unsere Kinder so spielerisch auf Entdeckungsreise ins eigene Selbstbewusstsein gehen können.

Michael Köhler (Förderverein) und Michael Gerhards (Schulleitung)

Aus der „kleinen-Nein-Tonne“ wurde die „große-Nein-Tonne“